fünf kamine

fünf kamine

stoßen aschgrauen rauch in den

himmel

die feuer lodern

brennen

immerfort

der rauch überwindet mühelos

den stacheldraht

zieht vorbei an den wachen

mit ihren scharfen

waffen

schwarzen herzen und

uniformen

während der totenschädel

lacht,

und am ende

die freiheit

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eine kurze zeit am strand

du sitzt am strand auf einem schwarzen stein, denkst nach. wellen brechen sich langsam und träge, während sie auf den weißen sand zurollen. die sonne verschwindet hinter einigen grauen wolken und ein leichter, jedoch kalter wind kommt auf. du fröstelst und ziehst deine warme jacke weiter zu. deine augen sind auf den ozean gerichtet und blicken in die leere, während weit draußen ein schiff vorbei fährt. seine schwarze rauchsäule schraubt sich langsam in den himmel und verblasst. das kreischen einer möwe reist dich jäh aus deinen gedanken und du blickst ihr nach, während sie wieder verschwindet. es kommt dir vor, als hätte sie nur gekreischt, um dich zu stören.

we never should become grown-ups

they told us grow up and you will be rich, you gain poverty, get a career and you’ll live the life of your dreams. well, the dreams they gave us don’t exist. the things, they say we get when we work long enough for them, never’ve been here. the houses are now burned to the ground; their swimming pools are empty. the dogs are gone into the wild. our children are robots, conditioned to act like adults but they are only eight. old people tell us it was better before, in their good old times. it was not. it was just different. so let’s have a look back to our childhood and let us save our memories about days, who passed by a long time ago. i am sure they have been better you’re going to say now. you know what: we never should become grown-ups!

wunder

versprochen von priestern,

gläubigen und

guten rhetorikern.

die wunder kommen,

wir müssen nur warten,

denn das wurde uns versprochen.

wir haben gewartet,

gehofft,

gebetet und

darauf vertraut.

nichts geschah.

nichts geschah für so lange zeit.

die prediger verstummten,

die gläubigen starben,

die rhetoriker begannen zu schweigen.

dann kamen sie, die wunder,

auf leisen sohlen,

ganz plötzlich,

und wir wussten nicht,

was wir tun sollten.

diese plätze

wir versprachen uns plätze,

in unseren früheren tagen,

nackt im warmen bett liegend,

wo nur liebe, freude, vernunft herrschte.

jetzt sitzen wir hier,

am boden im kalten betonblock,

blicken aus der gesprungenen fensterscheibe,

langsam laufen regentropfen herunter,

grau in grau.

frohe farben waren einst hier,

jetzt haben wir nur noch eine.

Poesie, Fotografien und Kommentare